Tag 1 - Jan

Heute geht es los. Pünktlich um 8 Uhr hat sich die Gruppe am Flughafen Schönefeld getroffen und dann ging es auch schon los mit den Sicherheitskontrollen. Jeder der schon einmal Israel bereist hat weiß, dass man sich schon ein wenig Zeit für die Kontrollen einplanen muss. Nach 2 Stunden haben wir es dann geschafft. Unser Abflug wurde aber verzögert. Wer war Schuld? Richtig. Das Wetter. Durch den anfallenden Schnee war die Startbahn vereist. Nach einer Stunde ging es endlich los. Während des Fluges wurde etwas Schlaf nachgeholt und endlich sind wir da. Am Flughafen Ben Gurrion wurden wir von unserem Partner abgeholt. Nach einer kurzen Fahrt wurden wir in Yad Modechai von unseren Gastfamilien begrüßt und gemeinsam haben wir das Programm besprochen. Den Abend verbrachten die Teilnehmenden in ihren Gastfamilie und genossen leckere israelische Spezialitäten.
Morgen geht es in die Heilige Stadt. Wir sind gespannt!
Laila Tov!!

Tag 2 - Marlen

Um 9 Uhr fuhren wir aus Yad Mordechai los. Nach 1 1/2 Std. Fahrt durch Steppe, blassgrüne Felder und Felshügel kamen wir in Jerusalem an. Unser Startpunkt: der Ölberg. Unsere Stadtführerin erklärte die verschiedenen Objekte, welche wir in der fantastischen Aussicht sehen konnten. Direkt zu unseren Füßen bedeckten die tausenden Gräber der Necropolis in Abhand und über das Kidrontal hinweg erkannten wir u.a. Jerusalems Altstadt. Danach wanderten wir durch steile Gassen hinab und besuchten diverse Kirchen, zum Beispiel Dominus flevit, die Maria Magdalena Kirche und die Kirche aller Nationen.
Eine kurze Autofahrt später fanden wir uns in einem Park namens Gan ha-Atsma'Ut wieder. Nachdem wir dort ein klassisches jüdisches Spiel zu Pessach gespielt hatten, spazierten wir durch eine blumige Fußgängerzone in der Nähe und genossen die lokale Küche.
Nach einer weiteren Autofahrt, welche uns am Damascus Tor vorbeiführte, erreichten wir zu Fuß die Klagemauer und hielten uns in ihrer Nähe für eine Weile auf. Anschließend stiegen wir hinauf zur Hurva-Synagoge und schlenderten durch den Basar. Ein Besuch der Grabeskirche endete leider vor einem verschlossenem Tor. Schließlich besuchten wir Mamilla und fuhren als letzten Halt zum Machane Yehuda Markt. Um ca. 19 Uhr gelangten wir zurück nach Yad Mordechai.

Tag 3 - Ella

Den heutigen Tag verbrachten wir individuell mit unseren Gastfamilien. 
Nach einer Tour durch das Kibbuz, in dem ich untergebracht bin, gab mir mein Gastvater einen Crashkurs in der israelischen Geschichte. 
Gegen 12Uhr fuhren wir zum Meer und trafen dort auf weitere Teilnehmer des Austausches. Am Strand spielten wir Fußball und konnten uns so alle etwas näher kennenlernen. In einem Restaurant ließen wir uns nieder und tauschten uns über die verschiedenen Kulturen aus oder versuchten uns gegenseitig Hebräisch bzw. Deutsch beizubringen. Um 15Uhr wurde ich von meinem Gastvater abgeholt und er fuhr uns zu einem Ort, von dem man den Gazastreifen sehen konnte. Dabei erzählte er viel über den Konflikt zwischen Israel und Gaza. Auf dem Rückweg hielten wir an einer Orangen- und Mandarinenplantage und konnten frischgepflückte Früchte probieren.
Am Abend kamen Gäste zum Essen und zusammen feierten wir Pessach. Es wurden Lieder gesungen, viel gegessen und interessante Gespräche geführt.

Tag 4 - Hanna

Am Morgen starteten wir gut gelaunt und ausgeschlafen mit dem Bus in Richtung Totes Meer. Während der einstündigen Fahrt konnten wir aus den Fenstern Felder, Steppen, Schafe und Siedlungen sehen. Außerdem bestaunten wir Kamele und Pferde aus nächster Nähe. An einem höher gelegenen Plateau brachen wir zu einer spannenden Wüstenwanderung auf. Es ging Berg auf und Berg ab. Durch die Wüste zu wandern war unglaublich, denn es ist keine typische Sandwüste, sondern bergig und steinig. Wir bezwungen steile Leitern und überwanden Passagen an sporadischen Stiegenwänden. Am Ende der hitzigen Wanderung erwartete uns der gut klimatisierte Bus. Nach einer kurzen Fahrt erreichten wir dann das Tote Meer. Der aus recht festen Sand bestehende Strand leitete uns direkt in das blaue Meer. Man konnte sogar die Salzkruste schimmern sehen. Das Wasser war warm und so salzig, dass wir sogar auf dem Wasser schweben konnten. Ab und zu kam es dazu, dass wir etwas Wasser in die Augen bekamen. Das war kurz  unangenehm,  aber im Großen und Ganzen nicht weiter schlimm. Nach dem Baden brutzelten wir noch ein wenig in der Sonne. Anschließend gab es Mittagessen und gut erholt ging es wieder zurück in das Kibbuz, wo wir den Abend mit unseren Gastfamilien ausklingen ließen.    

Tag 5 - Antonia

Der Tag begann in Netiv Ha'Asara, einem Dorf direkt an der Grenze Gazas. Die Friedensaktivistin Tsameret Zamir berichtete uns von ihrem Friedensprojekt und zeigte uns einen bewegenden Film über den bestehenden Konflikt und ihre persönlichen Erlebnisse.  Danach hatten wir die Möglichkeit die "Mauer" von Nahem zu betrachten und an Tsamerets Friedensprojekt teilzunehmen, in welchem es darum geht Hoffnung auf Frieden zu verbreiten. Sie erzählte uns spannende und sehr emotionale Geschichten von einer Zeit in der die Angst ihr Leben und das ihrer Familie kontrollierte. Von Tsameret selbst hergestellte bunte  Keramiksteine konnten von uns nun am Grenzwall befestigt werden. Im Gesamtbild ergeben die Steine in großen Schriftzügen das Wort Frieden. In den Sprachen Arabisch, Hebräisch und Englisch geschrieben, in der Hoffnung, dass die Botschaft auf der anderen Seite erkannt wird. An einer solch bewachten Grenze zu stehen war für uns höhst emotional und hat uns zum nachdenken bewegt.  Nach dem gemeinsamen Mittagessen trafen wir uns alle und spielten im nächstgelegenen Kibbuz Volley- und Basketball, um uns wieder auf andere Gedanken zu bringen. Völlig ausgepowert verbrachten wir den restlichen Tag am Strand und genossen die Sonne und das Meer. Da einige von uns ihre Gastfamilien wechseln mussten, verging einige Zeit bis wir uns schließlich am Abend zum Bowling im nächsten Ort trafen und den Tag  gemütlich ausklingen ließen.

Tag 7 - Jessy

Heute Morgen starteten wir um zehn Uhr mit einer Wanderung durch die Dünen am Mittelmeer. Da es ein großes Event war, durften wir auf unserem Weg viele Attraktionen wie Riesenseifenblasen, aber auch wissenswerte Plakate über die Natur und die Region bestaunen. Wir spielten bei strahlendem Sonnenschein Frisbee und American Football in den wüstenartigen Dünen und wurden am Ende der Wanderung mit einem tollen Blick auf das Meer belohnt. Kaum war das Wasser in Sicht, war auch der Strand nicht mehr weit und so verbrachten wir einige Stunden gemeinsam am Strand unter dem Zelt der israelischen Sportorganisation "Sport for Israel". Wir spielten Volleyball, sammelten Muscheln und erfrischten uns im Wasser. Das Mittagessen fand auch am Strand statt, jede Gastfamilie trug etwas kulinarisches zum Buffet bei. Gut gebräunt ging es dann am Nachmittag zurück in die Familien, wo jeder den Abend individuell ausklingen ließ. Einige trafen sich zum Barbecue oder trafen sich zum gemeinsamen Late Night Shopping in der Mall.

Tag 8 - Josua

Heute führte uns unsere Reise in das Berlin des Nahen Osten, Tel Aviv. Für viele von uns ein großes Highlight. Die Fahrt von Yad Modachai nach Tel Aviv dauerte ca. eine Stunde. Unser erster Halt fand in der Altstadt Jaffa oder Jaffo statt. Wir spazierten etwas am Meer und bestiegen einen Hügel und hatten einen unglaublichen Blick über Tel Aviv. Unser Weg führte uns über die Wunschbrücke (hoffentlich gehen die Wünsche wirklich in Erfüllung) Dann ging es weiter auf den Markt. Hier hatten wir einige Freizeit und konnten munter über die unterschiedlichen Stände schlendern. Unser Weg führte uns dann weiter zum Pionierviertel, wo wir die Anfänge von Tel Aviv erfahren durften und unterschiedliche Künstler und ihre Arbeiten betrachten konnten. Das nächste Ziel war der Carmelmarkt. Hier haben wir unser Mittagessen gegessen und letzte Souvenirs gekauft. Zum Schluss ging es zum Strand. Leider war das Wetter nicht allzu gut, weshalb niemand ins Mittelmeer gehen wollte. Doch wir spazierten über die Hafenpromenade und genossen leckere Waffeln. So neigte sich der Tag auch schon dem Ende und es ging ausgepowert zurück in den Süden.

Tag 9 - Louis

Der Letzte Tag begann für Marco und mich um 08:00 Uhr. Wir hatten uns zwar einen Wecker gestellt, aber der war eigentlich nicht nötig. Zum Frühstück gab es Spiegeleier mit Tomatesauce, eine israelische Spezialität. Anschließend haben wir uns für den Tag vorbereitet. Unsere Gastmutter hat uns nach Yad Mordechai gefahren, zum Holocaust-Museum. Wir stiegen aus und haben am Parkplatz darauf gewartet, dass der Rest eintrifft. Als sich nach und nach immer mehr einfanden, wurde der allgemeine Sammelpunkt zum Museumseingang verlegt. Irgendwann waren zwar schon alle da, aber bis zum Einlass dauerte es trotzdem noch. Wir hatten eine Führung durch das Museum, welche im Gegensatz zur Jerusalemer Stadtführung vernünftig Englisch sprach und sich nicht bei jedem Halbsatz verhaspelt hat. Im Gegenteil: die Führung war sehr gut, sowohl in Sprache, wie Geschichtskenntnis. Wir wurden also durch das Museum geführt, welches eine etwas andere Strukturierung hat, als erwartet. Zum einen wurde statt dem Holocaust ein großer Fokus auf den Warschauer Ghettoaufstand 1943 gelegt. Zum Anderen wurde im Museum auch die Schlacht um das Dorf Yad Mordechai im israelischen Unabhängigkeitskrieg ausgestellt. Die Austellung begann mit der Darstellung von jüdischem Leben in Polen. Dann wurde ein Übergang zum Leben unter der NS-Herrschaft gemacht und zum Schluss wurde auf den Aufstand 1943 eingegangen. Dazu wurden Ausschnitte des Films “Uprising“ gezeigt. Anschließend wurden wir aus dem Museum herausgeführt und zu einer Nachstellung der Schlacht um Yad Mordechai 1948. Die Nachstellung war in Lebesgröße und draußen, wobei logischerweise nur ein kleiner Teil nachgestellt wurde. Anschließend haben noch Fotos am Denkmal für Mordechai Anielewicz gemacht. Dann gab es Eis im Gemeindezentrum von Yad Mordechai. Wir wurden alle nach Hause gebracht und haben erst die Sachen gepackt und dann gegessen. Einige sind dann noch mal zum Strand gefahren. Am Abend findet noch eine Abschiedsparty statt, mit Grillen und Musik.