Tag 5

Samstag, 28.09.2013

Nach der ausgiebigen Reflektion am Vorabend in Netanya beschlossen wir den heutigen Tag etwas ruhiger angehen zu lassen: Wir fuhren mit dem Mietwagen nach Tel Aviv und genossen die Morgenstunden am Strand. Am Mittag trafen wir dann auf Willem Luyckx vom „Wingate Institut“, der mit uns eine 3-stündige Fahrradtour zu den Sportstätten Tel Avivs unternahm und uns auf diesem Wege auch die schönen Seiten der Stadt, wie die Marina oder den Yarkon-Park zeigte. Nach einer guten Stärkung besuchten wir auch unsere Partnerorganisation in Ra´anana und planten die Jugendbegegnungen für 2014: Schon in den Osterferien wird eine Jugendgruppe aus Brandenburg an der Havel wieder in die Stadt in der Sharonebene aufbrechen. Die letzten Absprachen hierfür wurden bereits jetzt getroffen. Mit Jugendlichen des letzten Jugendaustausches aus Ra´anana verbrachten wir den Abend in gemütlicher Runde in Herzliyya in einem Restaurant.

Der Tag ließ uns Raum, um nach den anstrengenden Vortagen einmal durchzuatmen und in vertrauter Atmosphäre die nächsten Projekte zu planen. Trotzdem ist die Zeit fast um und wir haben noch einige Partner zu treffen. Übermorgen steht das neue Austauschvorhaben zwischen dem TSV Falkensee e.V. und Hapoel Givat Brenner auf dem Programm. Zudem besuchen wir Jerusalem, bevor es dann am Dienstag wieder in Richtung Berlin zurück gehen wird.

Tag 4

Freitag, 27.09.2013

Der vierte Tag unserer interessanten Reise war zugleich unser letzter Tag im Norden Israels. Benni und seine Frau waren so nett und mieteten sich auch eine Nacht in unserem Hotel in Ka’miel ein, damit wir gemeinsam den Weg zurück in die Metropolregion nach Tel Aviv antreten konnten. Zugleich mussten wir uns aber von unseren arabischen Freund Assan verabschieden, der uns die letzten Tage ein abwechslungsreiches Programm bieten konnte. Er bleibt im Norden und kümmert sich wieder um seine Colleges; vielleicht sehen wir ihn kurz vor dem Abflug nochmal wieder. Während ein Teil der Fachkräfte-Gruppe per Zug nach Tel Aviv fuhr und dabei über die zahlreichen Eindrücke der arabischen Welt diskutierte und reflektierte, durfte der Delegationsleiter bei Benni und seiner Frau im Auto mitfahren. Wer schlussendlich auf wen 2 Stunden warten musste und warum wird wohl ein kleines Geheimnis bleiben;). Wieder vereint stand der nächste Termin auf der To-Do-Liste: Ein kurzer Besuch bei dem Handballteam von Hapoel Ramat Gan. Dieses Team besteht aus vielen jungen Spielern, die zum Teil schon international Tore geworfen haben und sich unter der harten russischen Trainerführung dennoch wohlfühlen. Nicht umsonst ist man in der ersten Liga angekommen. Kurz (eine Autofahrt durch die Rush-Hour) darauf besuchten wir ein Handballspiel der ersten Liga von Maccabi Rishon Le Zion . Das ist nach Expertenstimmen das beste Team der Liga, die heute aber wohl nicht alles gezeigt haben was sie konnten. Dennoch hat es für ein 20:19-Sieg nach einem zwischenzeitlichen 3-Tore-Rückstand gereicht. Spannend war auch nicht nur der Spielverlauf, sondern auch die Fankultur der israelischen Handballfreunde. Besten Dank an Benni für diese herzliche Einladung zu „seinem“ Sport. Im Sonnenuntergang – der aufmerksame Leser weiß, dass es hier nur wenige Wolken gibt – fuhren wir in unsere zweite Unterkunft, in das Wingate Sportinstitut von den Toren Netanyas. Mehrere Fußballfelder und Turnhallen, 2 Schwimmhallen und andere sportliche Einrichtungen sind hier errichtet worden, um Sportlern beste Trainings- und Wettkampfmöglichkeiten zu bieten. Aber auch für uns wird es die Möglichkeit bieten, in den nächsten Tagen wenigstens ein bisschen Sport zu treiben. Grüße aus dem heiligen Land.

Tag 3

Donnerstag, 26.09.2013

Um 10.45 Uhr wurden wir von unserem Partner in Karmiel am Hotel abgeholt. Eine gemeinsame Besichtigung der Stadt Akko stand auf dem Tagesplan. Nach Ankunft in Akko hatten wir Zeit um durch die arabisch angehauchte Stadt zu schländern. Arabische Klänge und der Geruch von Nagila (Shisha) machten das Feeling perfekt.

Nach einer Stunde wurden wir von unseren Partnern zu einer gemeinsamen Bootsfahrt eingeladen die in einer großen Tanzextase (eingeschlossen der Arabische Hahnentanz mit Frau über 60) endete. Eine schöne Aussicht wurde uns von der Meerseite geboten. Im Hafen wieder eingetrudelt machten wir uns auf den Weg um unser erstes Humus auszuprobieren. Es war sehr lecker und sehr viel. Zu unserem Besten wurde durchgehend für Nachschub gesorgt. Während des Essens wurde über zukünftige Projekte und die Projektorganisation  für 2014 gesprochen. Als nächster Punkt stand ein gemeinsamer Besuch in Haifa an. Es wurde uns eine super Aussicht auf die Stadt und das umliegende Land geboten. Es war ein sehr interessanter Tag der uns allen viele neue Erlebnisse und Erkenntnisse bot.

Tag 2 - Jan Liebscher

Shalom und viele Grüße aus Karmiel. Unsere erste Nacht haben wir alle gut überstanden. Nach einem entspannten Abend haben wir uns alle um 10 Uhr vor dem Hotel getroffen, wo wir wieder mit einem Kleinbus abgeholt wurden. Nach einer halben Stunde Fahrt hielten wir vor einem Heim, das sich um die Betreuung von geistig und körperlich behinderten Menschen kümmerte. Vor Ort wurden wir vom Chef des Heimes herzlich empfangen. Er führte uns in sein Büro und stellte sich vor. Danach sollten wir über unsere Arbeit reden. Interessiert hörte er sich unsere Ausführungen zu internationalen Jugendbegegnungen an. Im Anschluss führte er uns noch durch das Heim, wo wir unterschiedliche Betreuungen beobachten konnten. Unsere nächste Station war die Stadt Nazareth, wo wir das Wahrzeichen die „Kirche der Offenbarung“ besichtigten. Eindrucksvoll war die Stimmung, die im inneren der Kirche herrschte, da viele strenggläubige Christen ebenfalls anwesend waren. Zum Mittagessen führte unser Guide uns in ein Restaurant. Dort konnten wir Brottaschen, die sogenannten Schwarma mit unseren Wunschzutaten füllen. Es war sehr sehr lecker. Gestärkt verließen wir Nazareth in Richtung der Golan-Höhen zum See Genezareth (Zur Info: Israels größter und einziger Speichersee von Süßwasser). Die Fahrt führte uns an vielen Hügeln, Bergen und Städten vorbei. An einer Stelle des Sees hielten wir an einem Strand. Ein Teil der Gruppe nutzte die Zeit zum Fotos schießen, weitere um erste Souvenirs zu kaufen oder für eine Erfrischung bei den sommerlichen Temperaturen (29°C) durch einen Sprung ins Wasser. Auf dem weiteren Weg um den See wurde sich besonders über die israelische Flagge und ihr Aussehen unterhalten. Wir haben bemerkt das die Bedeutung, welche uns von arabischen Israelis erklärt wurde sehr von der Erklärung unterscheidet, welche man beispielsweise im Internet lesen kann.

Eigentlich wollten wir zum Einkaufen in ein Shoppingcenter fahren, da aber zurzeit das Sukkot-Fest stattfindet schließen alle Geschäfte früher. Wir fuhren zurück zum Hotel und ließen den Abend ausklingen.

Tag 2

Tag 1 - Vita Ozolina

Am Dienstag, dem 24.09.2013, gegen 04:30 Uhr traf die deutsche Gruppe am Flughafen Tegel. Mehrere Teilnehmer, der Gruppenleiter inklusive, hatten sich in Brandenburg an der Havel getroffen und wurden gemeinsam zum Flughafen mit dem Auto transportiert. Der Tag der Abreise nach Israel – erst von Berlin nach Zürich in der Schweiz und danach mit dem Anschlussflug nach Tel Aviv, unser Reiseziel. Nach dem Check-In und die Abgabe der Koffer, hatten wir auch die Sicherheitskontrolle erfolgreich bestanden.

Um 06:50 startete der Flieger nach Zürich. Die Teilnehmer nutzten der Flugzeit um mit anderen Teilnehmer zu unterhalten, die mitgenommene Bücher und Zeitungen zu lesen oder ein wenig zu schlafen. Aufgrund der schlechten Wetterbedingungen in Berlin hatte unser Flug etwa 20 Minuten Verspätung.

Wieder mit Verspätung kamen wir in Tel Aviv um 15:30 Uhr schon ein wenig müde an. Nach der Landung wurden uns mehrere Fragen über unser Reiseziel und Aufenthalt gestellt. Alle Teilnehmer hatten die Fragen beantworten und eine „Einreisebewilligung“ bekommen. Dann wurden wir herzlich von einem Vertreter der Israel Youth Exchange Council empfangen. Wir erhielten die Kappen, T-Shirts und ein paar Souvenirs als Geschenke.

Weiter ging es mit dem Zug für 1,5 Stunden nach Akko. Während der Reise genossen wir den schönen Blick aufs Meer, auf die Berge und die Stadt. Am Ziel trafen wir uns mit einem weiteren offiziellen Vertreter der Organisation und wurden mit dem Kleinbus zu unserem Hotel Kohav Agalil in Carmiel transportiert. Nach dem Check-In, hatten wir 30 Minuten zum Erholung und weiter ging es zum Abendessen. 

Im Anschluss wurden wir in die arabische Stadt Sachnin eingeladen. Beim Abendessen wurden diverse Unterschiede zwischen der arabischen und deutschen Kultur und neue Projekte für das kommende Jahr besprochen. Dabei wurde deutlich, dass die arabische Welt in Israel doch sehr groß, aber auch teilweise sehr anders ist.

Tag 1